28. Juli | Welt-Hepatitis-Tag

28. Juli | Welt-Hepatitis-Tag

 

28. Juli | Welt-Hepatitis-Tag

Hepatitis kann nicht warten!

… unter diesem Motto steht der diesjährige Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli, der global über Risiken, Verbreitung, Schutz- und Behandlungsmöglichkeiten von Hepatitis-Infektionen informiert. Hepatitis-Infektionen sind behandelbar, aber bleiben oft viele Jahre unerkannt – und können dann schwere Schäden anrichten.

In Deutschland ist die Deutsche Leberhilfe e.V. Ausrichter des Welt-Hepatitis-Tages. Das internationale Motto lautet „Hep can’t wait“ (Hepatitis kann nicht warten).

Was bedeutet dieses Motto?

Das Motto ist ein politischer Aufruf an die Regierungen aller Länder, den Kampf gegen Hepatitis voranzutreiben: durch Aufklärungskampagnen, Screening, Impfung und besseren Therapiezugang. Eine kranke Leber schmerzt oft nicht. Vor allem die chronische Hepatitis B und C können schleichend die Leber schädigen, ohne dass Betroffene etwas merken. Durch jahrelange Entzündungen kann die Leber langsam zerstört werden. Zudem können Betroffene, ohne es zu ahnen, andere Menschen infizieren. Beides ist vermeidbar.

Das Motto „Hepatitis kann nicht warten“ ist auch ein Aufruf an Menschen, sich testen zu lassen. Dies gilt insbesondere, wenn Sie Risikofaktoren oder erhöhte Leberwerte haben. Wichtig zu wissen: Eine Hepatitis-Neudiagnose ist in den allermeisten Fällen kein  Notfall und muss dann auch nicht  sofort behandelt werden. Nur selten haben Menschen mit einer Hepatitis-Neuinfektion ein akutes Leberversagen. Die Bedrohung bei Virushepatitis kommt eher langsam und auf leisen Sohlen. Wer heute an Hepatitis stirbt, wurde meist vor vielen Jahren infiziert und nicht rechtzeitig behandelt. Wenn Sie heute zum ersten Mal diagnostiziert werden und erst in einigen Monaten einen Facharzttermin bekommen, ist das ganz normal: So lange können Sie in der Regel problemlos warten.

Was das Motto „Hepatitis kann nicht warten“ aber auch für Betroffene bedeutet: Man sollte eine Hepatitis-Diagnose nicht Jahre lang ignorieren und aufschieben. 2021 sollte also das Jahr sein, in dem Sie sich kümmern und fachärztlich beraten lassen!

Hepatitis kommt schleichend

Hepatitis B ist durch eine Impfung verhinderbar und chronische Infektionen lassen sich mit Medikamenten unter Kontrolle bringen. Gegen Hepatitis C konnte zwar noch keine Schutzimpfung entwickelt werden, dafür ist die Infektion durch heutige Medikamente fast immer heilbar. Die Weltgesundheitsorganisation hat daher das Ziel ausgerufen, Hepatitis B und C bis zum Jahr 2030 weltweit einzudämmen.

Die fortbestehende Corona-Pandemie hat diese Bemühungen in vielen Ländern zurückgeworfen. Im Rahmen der globalen Bemühungen, die Pandemie einzudämmen, darf die Prävention, Versorgung und Behandlung der Hepatitis B und C dennoch nicht ins Hintertreffen geraten.

Hepatitis B und C können Jahre und mitunter Jahrzehnte lang unerkannt bleiben, da es oft keine eindeutigen Symptome gibt. Trotzdem kann die Leber unbemerkt und schleichend weiter geschädigt werden, wodurch schließlich eine Zirrhose und/oder Leberkrebs entstehen kann. Zum Teil merken Betroffene erst im Endstadium, dass mit ihrer Leber etwas nicht stimmt, wenn sich unübersehbare Komplikationen wie Wasserbauch, Bluterbrechen oder Hirnstörungen einstellen. Durch eine frühzeitige Diagnose und Therapie ist dies in vielen Fällen verhinderbar.

Trotz Corona-Pandemie gibt es jedoch auch eine gute Nachricht bei Hepatitis B und C. Künftig können alle Menschen ab 35 Jahren sich im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung (frühere Bezeichnung: „Check-up 35“) einmalig auf Hepatitis B und C testen lassen. Dies hat der Gemeinsame Bundesausschuss am 20. November letzten Jahres beschlossen. Dies ist ein bedeutsamer Fortschritt für die Eindämmung dieser Infektionen, den wir ausdrücklich begrüßen. Wichtig ist nun, dass dieses Testangebot zügig umgesetzt und von Menschen breit wahrgenommen wird.

 

Bild: von Klaus Hausmann auf Pixabay

 

Tag der Freiwilligen

Tag der Freiwilligen

Und wieder ist ein Tag etwas ganz Besonderem gewidmet, denn am 05. Dezember ist Tag der Freiwilligen. Über 30 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich als ehrenamtliche Helfer in Vereinen und Institutionen. Sie setzen Ihre Freizeit ein, um für andere da zu sein. Sie tragen aktiv zur Sicherung der Daseinsvorsorge, zum Erhalt des Miteinanders und zur Lebensqualität bei. Sei es in Sportvereinen, kirchlichen Organisationen, Jugendarbeit oder als Helfer bei Wahlen. Die Aufgaben sind sehr vielfältig.

Wir möchten heute aber ein ganz besonderes Augenmerk auf die Freiwilligen Helfer im Bereich der Personenrettung und Betreuung legen. Dazu gehören unter anderem:

  • Freiwillige Feuerwehr
  • Technisches Hilfswerk (THW)
  • Deutsche-Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG)
  • Maltester Hilfsdienst
  • Rotes Kreuz
  • Telefonseelsorge
  • und viele mehr …

Ohne ihre Hilfe würden Häuser den Flammen zum Opfer fallen, Menschen ertrinken, Schwerverletzte keine Blutspenden erhalten oder Trauernde im Stich gelassen, um nur einige Beispiele zu nennen. Diese freiwilligen Helfer verdienen großen Respekt. Sie begeben sich oftmals selber in Gefahr, um anderen Menschen das Leben zu retten. Doch leider wird immer öfter berichtet, dass Helfer in Notsituationen verbal und auch körperlich angegriffen werden. Die Gründe sind schwierig zu benennen. Durch Respektlosigkeit und eine gestörte Streitkultur sind Menschen nicht mehr in der Lage, sachlich miteinander zu kommunizieren. Permanenter Zeitdruck kommt hinzu. Das mögen Gründe sein, weshalb Helfer nicht mehr als Retter, sondern als Störenfriede wahrgenommen werden. Das ICH steht im Mittelpunkt und will keine Beeinträchtigung durch andere hinnehmen. Eine traurige Entwicklung, die derzeit in Deutschland zu beobachten ist.

Wir sollten diese ehrenamtlichen Helfer würdigen, anstatt anzufeinden. Sie begeben sich freiwillig in schwierige und unverhoffte Notsituationen, um anderen Menschen zu helfen. Oftmals werden sie mit Todesfällen und entstellten Unfallopfern konfrontiert. Das sind Anblicke, die schwer zu ertragen sind und die die Psyche stark belasten können. In diesen Momenten brauchen selbst Helfer die Unterstützung und Betreuung eines Seelsorgers. Viele dieser Erinnerungen werden sie noch lange begleiten und trotzdem werden sie beim nächsten Notfall wieder da sein, um uns zu helfen.

Deshalb sagen wir von ganzen Herzen:

Danke, dass es euch gibt!

Sie möchten auch ehrenamtlich tätig werden? Unter www.ehrenamt.bund.de finden Sie viele Möglichkeiten, sich ebenfalls für andere Menschen zu engagieren.

Welttag der Ergotherapie

Welttag der Ergotherapie

Am 27. Oktober 2020 ist Welttag der Ergotherapie. Der Weltverband der Ergotherapeuten (WFOT) hat diesen Tag geschaffen, um die Kompetenz, das Können und die therapeutischen Mittel und Wege der Ergotherapie aufzuzeigen.

Was ist Ergotherapie?

Ergotherapie gehört zu den medizinischen Heilberufen. Der Begriff Ergotherapie stammt aus dem Griechischen und besagt so viel wie: Gesundung durch Handeln und Arbeiten.

Die Ergotherapie hilft Menschen dabei, eine durch Krankheit, Verletzung oder Behinderung verlorengegangene oder noch nicht vorhandene Handlungsfähigkeit im Alltagsleben (wieder) zu erreichen. Funktionen und Fähigkeiten eines Menschen können zum Beispiel durch einen Schlaganfall verloren gehen oder bei Kindern aufgrund von Entwicklungsstörungen in nicht ausreichendem Maße ausgebildet sein.

Die Ergotherapie hat dabei einen ganzheitlichen Ansatz. Das heißt, dass nicht nur die Bewegungsabläufe des Körpers (= Motorik) geschult werden, sondern das ganze menschliche System einbezogen wird.
Es geht also um Bewegung, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und harmonisches Zusammenwirken dieser Einzelaspekte. Durch diesen ganzheitlichen Ansatz können körperliche und seelische Zustände verbessert, der Leidensdruck gesenkt, Schmerzen gelindert und Pflegebedürftigkeit hinausgezögert werden.

Je nach Krankheitsbild werden unterschiedliche Einzelmaßnahmen der Ergotherapie individuell zusammengestellt. Das Trainieren und Vorbereiten von körperlichen Bewegungsabläufen sowie Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer und Koordination gehören dazu. Auch Übungen zur Selbsthilfe wie z.B. Waschen, Anziehen, Essen, Schlucken und Trinken werden angeboten. Aber auch das Zurechtkommen im Alltag wie Einkaufen, Umgang mit Geld, Telefonieren, Orientieren im Straßenverkehr, Zeiteinteilung und vieles mehr werden trainiert. Es gibt eine Menge Faktoren die ein Mensch beispielsweise nach einem folgenschweren Einschnitt im Leben wieder neu erlernen muss. Dabei müssen auch die Angehörigen im Umgang mit dem Patienten beraten und angeleitet werden.

Zum Aufgabenfeld der Ergotherapeuten gehört außerdem die Analyse der Wohnsituation und Wohnumgebung, um auch hier – durch eine entsprechende Wohnraumgestaltung – die größtmögliche Eigenständigkeit des Patienten zu erreichen. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit dem Pflegepersonal sowie dem Physiotherapeuten oder dem Sozialarbeiter.

Wann wird Ergotherapie angewendet?

Um abzuklären, ob bestimmte Beschwerden ergotherapeutisch behandelt werden können, sollte man Rücksprache mit einer ergotherapeutischen Praxis und dem behandelnden Arzt zu halten. Grundsätzlich ist eine Ergotherapie möglich bei Menschen

  • mit angeborenen körperlichen oder geistigen Schädigungen
  • mit rheumatischen Erkrankungen
  • mit massiven neurologischen Störungen, z.B. nach einem Unfall
  • mit orthopädischem Verschleiß
  • mit Störungen der Koordination, der Aufmerksamkeit, der Reaktion, der Merkfähigkeit, des Gleichgewichts oder der Grob- bzw. Feinmotorik
  • mit Alterserkrankungen wie Parkinson oder Alzheimer (Erkrankungen des Gehirns)
  • mit Multipler Sklerose (Erkrankung des Nervensystems)
  • die einen Schlaganfall- oder Herzinfarkt erlitten haben und dadurch körperliche Schäden zurückgeblieben sind
  • oder Kindern mit Verhaltens- oder Entwicklungsstörungen

Ergotherapie wird auch im Rahmen der Prävention angewendet, um zum Beispiel bei Schulkindern die Konzentrationsfähigkeit zu fördern, die auditive (= den Gehörsinn betreffende) Wahrnehmung zu stärken oder frühzeitig die Feinmotorik zu trainieren. Ebenso gibt es Präventionsprogramme für den Bereich Geriatrie.

Das Ziel der Ergotherapie ist, für den Patienten eine größtmögliche Selbständigkeit im Alltag und eine Verbesserung der Lebensqualität herbeizuführen.

 

Quellen:

https://welcher-tag-ist-heute.org/aktionstage/welttag-der-ergotherapie
https://dve.info/ergotherapie/welt-ergotherapie-tag/welt-ergotherapie-tag-2020
http://www.deutsche-therapeutenauskunft.de/therapeuten/ergotherapie/was-ist-ergotherapie/

Der NOVOVAC – ein Vakuumgerät zur Abfallentsorgung

Der NOVOVAC – ein Vakuumgerät zur Abfallentsorgung

Viren und Keime sind ein großes Problem in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Höchste Hygienemaßnahmen greifen, sobald ein Patient an einem ansteckenden Virus oder an einem widerstandsfähigen Keim erkrankt ist.

Der Patient muss isoliert werden und das Pflegepersonal strikte Hygienevorschriften beachten. Dazu gehört natürlich auch die korrekte Abfallentsorgung. Nach jedem Kontakt mit der infizierten Person müssen oftmals sowohl die Schutzkleidung als auch sämtliche zur Behandlung benötigten Utensilien sicher entsorgt werden.

Unser NOVOVAC wurde speziell für solche Szenarien konzipiert. Er versiegelt und vakuumiert den Abfall geruchs-, keim- und flüssigkeitsdicht. Neu ist der speziell entwickelte Membranfilter gegen alle bekannten Viren (auch Coronaviren). Dieser sorgt beim Vakuumieren dafür, dass keine Viren in die Raumluft gelangen. Weitere Infektionen werden somit unterbunden und die Sicherheit am Arbeitsplatz erhöht.

Die sonst entstehenden Geruchsbelästigungen bei der Lagerung und beim Transport des Abfalls innerhalb der Einrichtung oder in Entsorgungscontainern sind ab sofort Geschichte. Auch die mögliche Verschlepp-ung der Keime wird durch den Einsatz des NOVOVAC unterbunden.

Aus wirtschaftlicher Sicht gesehen ist unser NOVOVAC ebenfalls zu empfehlen. Durch die abgesaugte Luft beim Vakuumieren wird das Volumen der Abfallsäcke stark verringert. Dies sorgt für reduzierte Lager-, Transport- und Entsorgungskosten innerhalb der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen.

Möchten Sie mehr erfahren schauen Sie hier: www.novocal.de/abfall
oder nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir beraten Sie gerne!

Tag der Ersten Hilfe

Tag der Ersten Hilfe

Am 12. September 2020 ist Tag der Ersten Hilfe. Ziel des weltweiten Aktionstags ist es, die Bedeutung fachgerechter Nothilfe bei Unfällen und Katastrophen im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.

Über 2.600.000 Unfälle gab es 2019 in Deutschland im Straßenverkehr und mehr als 1.000.000 Menschen verunglücken jährlich in ihrem häuslichen Umfeld. Neben zahlreichen Verletzten sind es leider auch über 13.000 Unfälle, die tödlich enden. Es sind nur wenige Sekunden der Unachtsamkeit, in denen Unfälle passieren. Und ehe man sich versieht, ist man selber mitten im Ort des Geschehens und muss als Ersthelfer tätig werden. Leisten Sie Hilfe und leiten Sie lebensrettende Sofortmaßnahmen ein, z.B. durch:

  • Absichern der Unfallstelle
  • Retten aus der Gefahrenzone
  • Notruf absetzen
  • Herz-Lungen-Wiederbelebung
  • Blutstillung
  • Schockbekämpfung
  • Herstellung der stabilen Seitenlage

Die Reihenfolge der Hilfeleistungen richtet sich nach der jeweils vorgefundenen Notfallsituation. Nach einem Verkehrsunfall beispielsweise steht das Absichern der Unfallstelle und das Retten aus der Gefahrenzone an erster Stelle. Bringen Sie sich jedoch nicht selber in Gefahr! Es würde weder dem Betroffenen noch Ihnen nützen. Diese Regel gilt grundsätzlich auch bei anderen Notfällen: „Sicherheit geht vor!“

Erste Hilfe ist wichtig und kann Leben retten. Es gibt unzählige Szenarien, die geschehen können. Es muss nicht immer ein Verkehrsunfall mit Schwerverletzten sein. Starke Verbrennungen, Herzinfarkt, Schlaganfall oder Schock sind nur einige davon.

Der Notruf

Aber wann sollte ein Notruf getätigt werden? Immer dann, wenn die Situation nicht einzuschätzen ist, Zweifel am Gesundheitszustand des Betroffenen oder gar Lebensgefahr besteht. Über die Notruf Nummer 112 erreicht man eine sogenannte Notrufzentrale bzw. Rettungsleitstelle. Dort werden durch geschultes Personal alle wichtigen Informationen abgefragt. Es werden daraufhin für die jeweilige Notsituation erforderlichen und geeigneten Rettungsmittel eingesetzt, die mit entsprechend qualifiziertem Rettungspersonal besetzt sind.

Folgende Fragen werden von der Notrufzentrale gestellt:

  • Wo befinden Sie sich? Geben Sie eine möglichst exakte Standortangabe über Ort, Straße, Hausnummer, Fabrikgebäude, Zufahrtswege, Stockwerk usw.
  • Was ist genau geschehen?
  • Wie viele Personen sind betroffen?
  • Welche Verletzungen/Symptome liegen vor (ist die betroffene Person ansprechbar?) Und besteht ggf. Lebensgefahr?
  • Warten Sie auf Rückfragen! Alle weiteren relevanten Informationen werden vom geschulten Personal der Leitstelle gezielt abgefragt. Bitte legen Sie daher erst dann auf, wenn alle wichtigen Informationen vorliegen und das Gespräch seitens der Leitstelle beendet wird!

Haben Sie keine Angst! Sie können nichts falsch machen!

In den Leitstellen treffen Sie auf professionell geschultes Personal. Sie werden in Notsituationen nicht alleine gelassen, da die Leitstellen auch telefonische Anleitung und Unterstützung geben können.

Denn wenn Sie die erforderlichen Sofortmaßnahmen und den Notruf durchgeführt haben, müssen Sie den Betroffenen weiter betreuen und versorgen, bis die Rettungskräfte vor Ort eintreffen.

Weitergehende Hilfeleistungen sind z. B.:

  • Beruhigender Zuspruch, trösten, ermutigen.
  • Sachgerechte und bequeme Lagerung.
  • Ruhigstellung von Knochenbrüchen.
  • Anlegen von Verbänden.

Mit der ärztlichen Versorgung und der pflegerischen Betreuung im Krankenhaus endet schließlich die Rettungskette.

Erste-Hilfe-Kurs

Wie Sie in bestimmten Situationen genau Hilfe leisten können, lernen Sie in einem Erste-Hilfe-Kurs. Das Deutsche Rote Kreuz bietet ein breites Angebot von Rotkreuzkursen an. Ob als Erste-Hilfe-Anfänger oder zur Auffrischung, ob Erste Hilfe speziell für Kinder, im Betrieb oder für ältere Menschen. Das Deutsche Rote Kreuz hat für jede Ausgangsituation den richtigen Kurs. Auf dieser Seite können Sie sich informieren,  wo auch in Ihrer Nähe Kurse stattfinden: https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/kurse-im-ueberblick/rotkreuzkurs-erste-hilfe/

Leisten Sie Hilfe! Denn auch Sie können einmal in eine Unfallsituation geraten und wären dankbar für jede helfende Hand!

Pflege international

Pflege international

Wie sieht die Pflege in anderen Ländern aus?

Sommerzeit ist Urlaubszeit! Zeit, um andere Länder zu bereisen und neue Eindrücke zu sammeln. Zeit, einmal über den Tellerrand zu schauen, um sich die Pflegesituation in anderen Ländern anzuschauen.

Die Münch-Studie „Pflege in anderen Ländern – vom Ausland lernen“ untersuchte die Pflegesituation in Großbritannien, den Niederlanden, Schweden und Kanada und verglich sie mit Deutschland. Alle untersuchten Länder stehen vor zwei wesentlichen Herausforderungen:

  • Fachkräftemangel und
  • die Sicherung der pflegerischen Versorgung

 

Gleiche Probleme – gleiche Lösungsansätze?

Das kann man pauschal nicht beantworte. Alle Länder sind sehr bemüht und wollen die Attraktivität des Pflegeberufes steigern. Doch wie dieser Weg ausgestaltet wird, ist sehr unterschiedlich. In der Studie heißt es:

„Anders als in Deutschland finden sich als Lösungsansätze mehr Investitionen in die hochschulische Aus- und Weiterbildung von Pflegefachpersonen, Maßnahmen zur Stärkung der Selbstorganisation und Selbstverantwortung der Pflege sowie die Erweiterung pflegerischer Aufgaben- und Verantwortungsbereiche.“

Im internationalen Vergleich hinsichtlich Aus- und Weiterbildung, Aufgabenverteilung und Innovationsförderung liegt Deutschland deutlich hinter Großbritannien, den Niederlanden, Schweden und Kanada. Wir haben die Kernpunkte der Studie nachfolgend für Sie zusammengefasst:

1. Aus- und Weiterbildung

  • Deutschland: Die Aus- und Weiterbildung in der Pflege unterliegt meist nicht dem Schulrecht der Bundesländer, sondern besitzt einen Sonderstatus. Sie findet nicht an allgemein- oder berufsbildenden Schulen statt und ist damit finanziell, materiell und qualitativ benachteiligt.
  • Untersuchte Länder: Die Pflegeausbildung ist Teil des klassischen Bildungssystems und ist in geregelten Bildungsstrukturen verortet. Eine gute Qualität der Ausbildung soll dadurch gewährleistet werden

2. Patientenversorgung:

  • Deutschland: Das Pflegepersonal ist auf Anweisungen des Arztes angewiesen. Es besteht nur ein geringer eigener Handlungsspielraum und schränkt somit Ideen, Mitgestaltung und Verantwortungsbewusstsein stark ein.
  • Untersuchte Länder: Dem Pflegepersonal in den untersuchten Ländern wird mehr Verantwortung in der Patientenversorgung zugeschrieben. Dies macht den Beruf attraktiver, erhöht die eigene Motivation und bietet gute berufliche Entwicklungschancen. Die untersuchten Länder haben durch eine gesetzlich legitimierte Neuverteilung der Aufgaben einen Weg gefunden, partnerschaftlich, team- und lösungsorientiert zu arbeiten, was den Stellenwert des Pflegepersonals deutlich steigert.

3. Akademisierung:

  • Deutschland: 1-2 % schließen nach Pflegeausbildung ein Hochschulstudium ab.
  • Untersuchte Länder: 45 % (Niederlande) und 100 % in Schweden und Großbritannien des Pflegepersonals weisen eine akademische Ausbildung vor. Die Akademisierung soll zu mehr Expertise, mehr Verantwortung und Weitblick führen, so dass diese Pflegeexperten die Branche mit Innovationen, Trends und neuen Ideen bereichern können.

Pflegesituation in Skandinvien und den Niederlanden

Geht die erste Studie verstärkt auf die Aus- und Weiterbildung und auf das Pflegefachpersonal ein, möchten wir Ihnen noch einen kurzen Umriss der allgemeinen Pflegesituation in zwei anderen Ländern geben.

  • Skandinavien: In skandinavischen Ländern lebt und besteht die Pflege unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die Pflegebedürftigen sollen so lange wie möglich selbstbestimmt – am besten in den eigenen vier Wänden – ihr Leben leben. Da die Pflege überwiegend aus Steuergeldern finanziert wird und als kommunale Aufgabe verankert ist, gibt es in den skandinavischen Ländern keinen Pflegenotstand. Es ist ausreichend Zeit und Personal vorhanden, um eine gute Pflege sicherzustellen. Die Pflegekräfte sind bei der Kommune angestellt, kümmern sich nur um eine geringe Anzahl an Pflegebedürftigen und sind lange in ihrem Beruf tätig. Für die Pflege wird in den skandinavischen Ländern etwa drei Mal so viel ausgegeben wie in Deutschland.
  • Niederlande: Mit dem „Gesetz zur gesellschaftlichen Unterstützung“, welches 2015 verabschiedet wurde, ist die Pflege zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe geworden. Die häusliche Pflege wird von der Kommune unterstützt, der Pflegebedürftige hat einen geringen Eigenanteil zu zahlen. Durch ein breites Netzwerk aus ambulanter Pflege, Angehöriger, Nachbarschaftsinitiativen, Freiwilliger und der Kirche können auch in diesem Land die Pflegebedürftigen so lange es geht und so gut es geht selbstbestimmt zu Hause betreut werden.

Wir als Einzelner können die Situation vor unserer Haustür nicht grundlegend ändern. Es ist zu hoffen und zu wünschen, dass Deutschland mutiger wird, neue Wege zu gehen und gute Ideen von den Nachbarländern – in welcher Form auch immer – adaptiert.